Der Ötztaler - Euphorie, Angst, Respekt, Vorfreude, Ungewissheit, Zweifel, Erleichterung, Freude


27. August: Eine lange Anreise stand bevor. Es war die längste, die wir für ein Rennwochenende gemacht haben. Lars und Jan starteten um 11 Uhr in Berlin um Julian in Nürnberg einzusammeln. Er hatte sich noch einige Tage im Schwarzwald auf die Belastung am Berg vorbereitet und dies mit einer Kompaktkurbel am Rad, was sich später als sehr hilfreich herausstellte. Um 16 Uhr ging es dann weiter. Man spürte die Ungewissheit und Euphorie, die genährt wurden von vielen Geschichten und Erfahrungsberichte, die man im Vorfeld so hörte. Die Dämmerung hatte schon eingesetzt als die ersten Alpengipfel zu sehen waren. Die Wettervorhersagen bestätigten sich: Regen und dazu Temperaturen unter 10 Grad. 21.30 Uhr hatten die drei dann ihr Quartier erreicht. Es lag noch oberhalb von Sölden, direkt an einer Skipiste.

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(nn)


Alte Jakobstrasse


Was war da denn los? Unsere Jungs hatten wohl nicht richtig gefrühstückt - und ausgrechnet unser "Bergfloh" bekommt Punkte...
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(as)


SIEG für das Team "Helle Mitte"


Endlich der erste Sieg für das Team! Tina, unsere einzige Frau im Team, hat es vorgemacht und hat bei den uckermärkischen Meisterschaften einen sicheren Sieg eingefahren.
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(as)


Vattenfall Cyclassics 15.08.10


Die Vattenfall Cyclassics, Deutschlands größtes Jedermann Radrennen, lockte auch in diesem Jahr die Jungs vom TEAM HELLE MITTE in den Norden nach Hamburg. Leider gingen wir personell geschwächt an den Start, mussten doch drei von acht zu Hause bleiben und von den fünf Übrigen waren zwei gesundheitlich angeknockt.
Nachdem wir im letzten Jahr, als Belohnung für den Sieg in der Teamwertung beim Berliner Velothon, Startplätze im Hamburger C-Block ergattern konnten, war es diesmal Startblock A, aus dem das Team ins Rennen ging. Mit 157 km Streckenlänge knallten wir uns dann auch gleich die längste der drei Runden vor den berühmten Latz – Rennfahrerehre eben.

Um 7:50 ging es für die ersten 500 Fahrer, darunter die TEAM HELLE MITTE Minimal Formation aus Lars S., Martin, André S. Tommi und Julian los. Wie erwartet wurde von Beginn an kräftig am Lenker gezogen und der Schnitt schnell jenseits der 42km/h eingenordet.
Auf den teilweise schlechten Straßen aber auch durch schöne Landstriche und vorbei an jubelnden Zuschauermassen ging es zuerst in das südliche Hamburger Umland. Bis auf vereinzelte Attacken, die alle im Sande verliefen, wurde zwar zügig aber ohne große Schwierigkeiten gefahren. Dennoch verloren wir früh den ersten Mann, der gesundheitlich angeschlagen aus dem hinteren Teil des großen Feldes einfach nicht nach vorne stoßen konnte. Für die Teamwertung, die neben einer guten Einzelplatzierung von Tommi, unser Primärziel war, bildete dieser Fakt eine denkbar schlechte Ausgangsposition. Am ersten „Scharfrichter“ des Tages, der Köhlbrandbrücke, musste dann der zweite „Kranke“ eine teamwertungsdienliche Position gegen Eine im hinteren Teil des Feldes eintauschen. Jetzt waren die Karten gelegt, alle für Tommi und dann mal schauen…

Auch meine Kräfte begannen zunehmend zu schwinden, hatte ich in diesem Jahr doch augenscheinlich ausprobieren wollen, was alle Renner gerne als Standard Aussage im Repertoire haben – ick hab jarnischt trainiert! Pünktlich nach der Feldertrennung, etwa bei Km 100, musste ich darum mit knapper Vorbereitung und gefühlten, aber wirkungslosen, vier Litern Energie Gel im Bauch, hilflos den Angriff eines Bikekult Fahrers mit ansehen. Schnell gesellte sich ein Mitstreiter zu ihm und die beiden vergrößerten zunächst den Abstand. Einige Positionen vor mir fuhr Lars, der die Klettschuhe ebenso still hielt wie ich, im Gegensatz zu mir aber wohl aus taktischem Kalkül.

Einige Kilometer später waren die Ausreißer an der langen Leine verhungert und kamen zurück. Jetzt würde es erneut losgehen, dachte ich, aber nichts geschah. Die befürchtete Hau Drauf Taktik einiger großer Teams bleib aus, stattdessen fuhren wir mit Dampf Richtung Wedel, wo die einzigen ernstzunehmenden Steigungen des Kurses auf das Feld warteten – und an dieser Stelle würde ich den Bericht am liebsten beenden…
Denn was ich an den drei Steigungen erleben musste, darf man psychologisch ruhig als Trauma einstufen: Der dicke (;-)) Tommi, unser bester Esser und Top Sprinter ließ mich, den ausgewiesenen Bergfloh, am ersten Hügel stehen! Mit der Wattzahl einer Energiesparbirne zuckelte ich die Steigung hinauf, um oben resigniert festzustellen, dass ich ca. 50 Positionen verloren hatte. Lars ging es nicht viel besser, aber sogar er kam vor mir am Scheitelpunkt an.
Was unsere Schwäche war, war freilich Tommis Stärke, denn er biss sich durch diese Aktion in den vorderen Positionen fest und fuhr die letzten zehn Kilometer einem aussichtsreichen Finale entgegen.
Das wir Zwei im hinteren Teil der Gruppe mit Diesem nichts mehr zu tun haben würden, war fast sicher. Dennoch versuchten wir uns nach vorne zu kämpfen, um Tommi zu unterstützen. Vorbei an stürzenden Fahrern und feiernden Zuschaueren gelang es mir, die Spitze wieder in den trüben Blick zu bekommen.

Noch drei Kilometer. Das Tempo war hoch, aber nicht rasend, man kam gut mit. Ganz vorne schienen einer oder mehrere Fahrer weg gekommen zu sein. Gerne wäre ich an den vor mir trudelnden und eiernden Kollegen vorbei gefahren, aber das leistungsmäßig sehr kompakte Feld an „Jedermännern mit Lizenz Niveau“ war an ein Vorpreschen nicht zu denken. So galt es Schadenbegrenzung zu betreiben und im abgeschlagenen Teil des Feldes eine möglichst passable Platzierung heraus zu fahren..

Einige Sekunden weiter vorne schob sich Tommi mit seiner typischen und doch immer wieder faszinierenden Endgeschwindigkeit als Gesamtzehnter über den Zielstrich. Mit diesem Ergebnis trug er maßgeblich zu unserem fünften Platz in der Teamwertung bei, der zwar nicht ganz dem entsprach, was wir uns erhofft hatten, aber nach diesem Rennverlauf und der deutlichen Dezimierung im Vorfeld, doch mehr als zufrieden machte.

Was bleibt also, mit einigen Tagen Abstand, als Fazit übrig?
Die Organisatoren haben wieder einmal ein tolles Rennen auf die Beine gestellt, die Zuschauer haben Spaß gemacht, riefen hier und da sogar Tour Feeling hervor und das Wetter spielte mit.
Mit uns dürfen wir ebenfalls zufrieden sein. Haben wir es doch geschafft, stark dezimiert einen fünften Platz als Team einzufahren. Mit einem Mann mehr im vorderen Teil des Feldes, hätte es für uns auch schnell auf dem Podium enden können, so nah lagen die Teams vorne zusammen.
Das Schmankerl des Tages ist natürlich Tommis zehnter Platz in der Einzelwertung. Nach seinen regelmäßigen Top Platzierungen beim Velothon zeigte er auch im Norden des Landes, dass er für solche Finals einfach der Mann ist, den es in Zukunft noch mehr zu unterstützen gilt.
(jr)


Tina in Krasna Lipa!


Annähernd 40 Grad im Schatten, nachmittags um vier.
Mit ungefähr 150 Fahrerinnen stehe ich im Startblock der vierten Etappe der Tour de Feminin in Krasna Lipa. Neben mir kippt eine Fahrerin vom Rad, bevor wir überhaupt losgefahren sind. Hatte ich schon erwähnt, dass es so richtig heiß ist?
Die Tour de Feminin in der Böhmischen Schweiz ist eine der UCI-Frauenrundfahrten des Profikalenders und mein Bundesligateam „Bike Aid“ wird hier mit Nationalmannschaften und Profiteams aus der ganzen Welt an den Start gehen. Vier Etappen und ein Zeitfahren stehen an vier Tagen auf dem Programm - also nicht gerade ein Wellnessurlaub. Schon auf der Fahrt werden die berüchtigt schlechten tschechischen Straßen und selbiges Essen diskutiert. Und die Angst vor den noch berüchtigteren Unterkünften geht um. Zumindest zum Teil gehen unsere Befürchtungen in Erfüllung. Untergebracht werden wir im Schwesternheim des Krankenhauses, das mehr an einen Jugendknast erinnert. Gitter vor den Fenstern, ein trister Aufenthaltsraum und Betten, die diesen Namen, wie wir übereinstimmend nach der ersten Nacht feststellen, nicht wirklich verdienen. Aua. Wo sind die glitzernden Tourbusse der Profi-Teams? Mit Massageliegen und Indoor-Whirlpools!
Aber wie Matthias, unser Teamleiter, so schön sagt: Radfahren ist eben kein Tennis. Und wir sind ja nicht zum Ausruhen hier!
Am Start der ersten Etappe stehen dann 170 Fahrerinnen aus 24 Ländern - 29 Teams haben gemeldet. Nicht gerade das übliche familiäre Rennen um den Kirchturm – und kurz nach dem Start kracht es auch schon, die ersten Räder werden zu Carbon-Schrott verwandelt und leider ist auch die Sirene des Krankenwagens nicht zu überhören. 116km, zwar ohne wirklich lange Berge, aber mit vielen Anstiegen, Berg- und Sprintwertungen. Auf die „entspannenden“ Passagen, die Matthias uns angekündigt hatte, oder gar Flachstücke warten wir allerdings vergebens. Vorne machen Noris Cycling für Trixi Worrack das Tempo, wir versuchen einfach, irgendwie im Feld zu bleiben. Und das ist nicht so einfach. Zum Schluss kommen ca. 60 im Feld ins Ziel, der Rest von Bergen, Hitze oder Defekten zurückgeworfen. In der Unterkunft sinken wir erschöpft auf die brettharten Liegen. So soll das noch vier Etappen lang weitergehen?
Aber es geht weiter. Es wird heißer, das Fahrerfeld zusehends kleiner, die Berge, obwohl immer die gleichen, irgendwie jeden Tag steiler und höher, die Schlaglöcher in den Straßen immer tiefer. Irgendwie kann ich mich jedes Mal im oder kurz hinter dem Feld ins Ziel retten, den Fahrerinnen weiter hinten droht eine strenge Karenzzeit. Am Samstag dann die gefürchtete Doppeletappe, morgens ein Zeitfahren in Polen, mittags eine weitere Etappe in Tschechien. Auch hier: Warum sollte die Straße flach sein, wenn man es auch bergig haben kann? Auf dem welligen Kurs komme ich erstaunlich gut klar - komme als 39. ins Ziel.
Schließlich, nach genau 449,3 Kilometern, die sich durchaus auch mal etwas länger anfühlten, sagen wir, wie mindestens 800km bergauf, kann ich einen respektablen Platz 59 in der Gesamtwertung für mich behaupten. Von den 170 Fahrerinnen haben 102 die Tour beendet. Trixi Worrack war die überragende Fahrerin der Tour – sie gewinnt jede Etappe und auch die Gesamtwertung. Wir belegen in der Teamwertung der 29 Mannschaften Platz 11, und können uns sagen, dass sogar einige Nationalmannschaften hinter uns geblieben sind. Insgesamt also: Krasna Lipa, wir kommen wieder!

Zum Bericht auf der Teamseite
(th)




Parchimer Radsporttage 03./04.07.2010


Ich stehe im Schatten einer Linde, von meiner Nase läuft ein Tropfen Schweiß und fällt auf den heißen Asphalt, der nach Teer riecht. Ein paar Minuten später ist der Tropfen verschwunden.
Bei 37° Lufttemperatur und keiner Wolke am Himmer kocht die Strasse und 60 aufgeheizte Rennfahrer stehen am Start zum Strassenrennen rund um Parchim. Allgemeines Aufatmen, als die Strecke von 115 auf 100km verkürzt wird.
Kurz nach 11 geht es dann los. Attacken vom Start weg - das Luft holen fällt schwer. Es ist als versuchte man von einem Fön die heiße Luft wegzuatmen. Es kommt immer noch mehr...
Schnell ist eine Spitzengruppe gebildet - 6 Mann vorne. Das Rennen wird hinten ruhiger. Zumindest theoretisch - denn immer wieder findet ein Fahrer noch ein paar Körner und will zur Spitze. Da Radrennen im Team einfach mehr Spaß machen haben das "Team Helle Mitte" und das "Team Pasculli" an diesem Wochenende eine Allianz geschlossen und so fahre ich für Nino Laufer, der zu diesem Zeitpunkt in der Spitzengruppe Dampf macht. Und eben deshalb ist es für uns nicht ganz so ruhig im Feld. Glücklicherweise ist auch ein Fahrer von den LittleJohnBikes Jungs mit vorne, daher können wir uns die Arbeit beim "Feld zusammenhalten" teilen. Das Rennen ist ohnehin nicht übermäßig stark besetzt - einzig mit Sascha Richter befindet sich noch ein potenzieller Anwärter auf den Sieg bei uns im Feld. Der sollte dann später, in seiner so typischen Art, auch noch nach vorne fahren, konnte aber den Sieg von Nino nicht mehr gefährden.
Nach dem die Männer mehr oder weniger dehydriehrt ins Ziel schlichen, stand noch ein Frauenrennen auf dem Programm. Start 14 Uhr - mir taten die Mädels einfach nur leid. Unter den potentiellen Hitze-Kollaps-Opfern unsere Tina. Und die hat das Rennen nicht nur überlebt, sondern fuhr dann sogar als 8. über die Ziellinie! Glückwunsch!
Das Rennen am Sonntag war ähnlich und doch ganz anders. Ähnlich insofern, als das morgens um 8 Uhr schon wieder Temeperaturen jenseits der 25° zu messen waren und ähnlich, bzw. sogar gleich, als das die Allianz zwischen dem "Team Helle Mitte" und dem "Team Pasculli" aufgrund des erfolgreichen Samstags wiederholt wurde und wieder vom Erfolg gekrönt war! Glückwunsch, Nino, zwei ABC-Siege an einem Wochenende, das war eine starke Leistung!
Jetzt geht es für das Team in die verdiente Sommerpause - insgesamt standen immerhin 15 Rennen auf dem Programm!
Für Tina steht noch ein ganz besonder Ausflug vor der Tür: nächste Woche die "Tour de Feminin" - eine 5-Etappen-Fahrt in und um Krasna Lipa. Am Start knapp 200 Fahrerinnen aus der ganze Welt! Viel Glück, Tina, vom ganzen Team!
Und das "Team Helle Mitte" macht im August weiter: am zweiten Augustwochenende geht es wieder nach Parchim; diesmal zum Mecklenburger Fahrradtörn!
(as)






Hufeisenrennen 26.06.2010


Das Hufeisenrennen der CDU stand an diesem Wochenende auf dem Programm!
Eine echte Institution und ein echtes Muss - auch wenn es von der CDU gesponsort ist :-)
Dieses Mal fanden David und André den Weg ins ferne Britz - und die Anfahrt hatte es schon in sich: bei sommerlichen Temperaturen quer durch Neukölln, wo in den letzten Tagen die Fussball-"Fans" Hunderte von Bierflaschen auf die Strassen geworfen hatten. Deutschland einig Vaterland - zumindest wenn es ums Saufen und Fussball gucken geht.
Das Rennen an sich ist ja eine Art Bahn fahren für Fortgeschrittene - eben nicht ganz ein Oval, sondern, wie der Name vermuten lässt, ein Oval mit zwei angedeuteten Kurven. In beiden besteht kein wirklicher Bremsbedarf und daher ist das Rennen auch recht schnell. An diesem Samstag haben wir die 60km in 1:23 Stunden heruntergespult - in Anbetracht der Tatsache, dass das Rennen als Kriterium ausgetragen wurde und ein paar mal die Luft raus war kann sich jeder vorstellen, dass das Tempo selten unter 50 lag.
Für die kompletten 90 Runden hat es bei David dann leider nicht gereicht und auch André konnte nicht in die Punktevergabe eingreifen - dazu waren vor allem die Wille-Jungs einfach zu stark. Am Ende reichte es, dank eines 6. Platzes im Endspurt, für den Gesamt 18. Platz.
Spaß gemacht hat es, wie immer, riesig!
Nächstes Wochenende steht Parchim auf dem Programm - und dann gibt es die verdiente Sommerpause.
(as)



Top-10 in Muldental!


Wärend sich die Männer des PSV dieses Wochenende um ihre holden Weiblichkeiten kümmern mussten - schliesslich gibt es auch noch ein Leben neben dem Radsport, und das ist auch gut so! - hat sich ausgerechnet Tina den Schwarz-Gelben gestellt und auch noch die erste Top-10 Platzierung für den PSV in diesem Jahr herausgefahren.
Der Endspurt - und die, die schonmal in Grimma gefahren sind, wissen, dass das durchaus als Bergankunft gilt - war für Tina allerdings von dem Quentchen Pech geprägt, dass einem halt im Rennsport nur zu oft begegnet. Wäre sie eine Attacke später mitgegangen, wäre unter Umständen ein Platz weiter vorn drinnen gewesen. Aber das war beim unserem letzten Rennen in Burg nicht viel anders - und erst am Ende, weiß man, welcher Angriff der Entscheidende war.
Dennoch: Platz 9 beim "Rennen rund um das Muldental"! Glückwunsch!!!
Und der gesamte PSV drückt dir die Daumen bei den Deutschen Meisterschaften am nächsten Wochenende!





4. Burger Roland Pokal 13.06.2010


Eines vorweg: nein, Julian hat die Bionade nicht gewonnen :-)
Dennoch ein schöner Renntag - perfekte Bedingungen für unsere vier Jungs, die sich auch prompt das Rennen über konstant an der Spitze gezeigt haben. Das dennoch eine Gruppe ohne uns gegangen ist war bedauerlich - aber nicht allzu dramatisch, denn in der letzten Runde wurden die circa 10 Fahrer wieder gestellt und das Rennen abermals offen. Was mich betrifft, so hätte ich mindestens einen Kasten Bionade gewettet, dass zu diesem Zeitpunkt kein Fahrer mehr dem Peloton entfliehen kann.
Auch den Kasten hätte ich verloren - denn eine ganze Gruppe von Fahrern konnte sich nur wenige Kilometer vor dem Ziel absetzen. Uns blieb damit der Spurt des Hauptfeldes, in dem immerhin unter die ersten 25 fahren konnte.
Wie das Bild beweist, hat es dem Spaß kein Abbruch getan!
(as)





Barnimcup 12.06.2010


Nach den schwül, heißen Temperaturen der letzten Tage hat uns heute auf der schweren Runde rund ums Schiffshebewerk perfektes Rennwetter erwartet - trockenes, wenn auch windiges Wetter um die 20°.
Am Start ca. 15 Männerfahrer - und am Ende auf dem Podium: Julian!
Zweiter Platz in einem anstregenden 90-Minuten-Ritt über 60km!
Außer Konkurrenz fuhr Fabian Pohl einem sicheren Sieg entgegen; dahinter die Verfolgergruppe mit Julian und Florian Fahr und ein paar Hundert Meter weiter die Gruppe um André, mit einem weiteren Köpenicker und Alexander Tiedke. Dann das, was man noch als Feld bezeichnen konnte.
André wird am Ende 5. - Lars kommt auf den 7. PLatz.

Glückwunsch Julian! Morgen dasselbe noch mal und ich geb dir eine Bionade aus!





Velothon 2010


Was für ein Rennen - 4 Stürze und dennoch in der Mannschaftswertung auf Platz 3!

Man kann nicht gerade behaupten, dass es bei besonders schönem Wetter los gegangen wäre aber immerhin hatte der Wetterbericht mal wieder daneben gelegen und es gab keinen Dauerregen, wie eigentlich angekündigt. Lediglich ein paar düstere Wolken und ein bisschen Niesel - nichts was einen Rennfahrer sonderlich aus der Ruhe bringen würde.
In der Startaufstellung von Block A natürlich das "Team Helle Mitte" - hinter uns mehr als 6000 Verfolger. Gut, der ein oder andere mit deutlich geringeren Ambitionen - mehr in Richtung: durchhalten und bis zum Ende fahren. Oder auch: 33er Schnitt erreichen. Und ganz beliebt: ein Kilogramm abnehmen.
Das hat natürlich im Rahmen eines Jedermann-Wettbewerbes alles seine Berechtigung, bei uns stand trotzdem nur ein Ziel auf dem Plan: den Sieg in der Mannschaftswertung verteidigen!
Und deshalb hatte sich das Team wenige Minuten nach dem Start bereits an der Spitze eingefunden. Zusammmen mit dem Corratec-Team und den Fahrern von Ferox-Bikekult-Cannondale. Die waren gleich mit zwei Favoriten angerückt und haben so ihren Willen zum Sieg doch recht deutlich klar gemacht.
Den ersten Sturz gab es traditionell noch vor der Startlinie, als einer der, sagen wir mal weniger routinierten Fahrer, beim Einklicken daneben getroffen hat. Den ersten folgenschweren Sturz gab es dann allerdings schon 5km später - bei dem es leider Jan vom Sattel gerissen hat. Ohne Helm hätte dieser Sturz auf der Intensivstation geendet - so war es nur das Ende des Helmes, der in zwei Teile zerbrach. Jan geht es aber wieder gut - nach eigenen Aussagen ist die leichte Verwirrtheit normal und gehört zum Studentenleben. Aber im Ernst: der Sturz ging tatsächlich eher glimpflich aus; allerdings war unser Team damit schon um einen starken Fahrer dezimiert.
Im weiteren Verlauf sollte es André Graff gleich zweimal erwischen - der aber konnte sich immerhin wieder aufrappeln und das Rennen zu Ende bringen - und zwar im vorderen Viertel! :-)
Was das weitere Rennen betrifft, war das eigentlich nicht sonderlich schwer: breite Strassen, kaum Wind, keine Berge und keine Abfahrten. Die einzige halbwegs anspruchsvolle Stelle - den kurzen Stich zum Grunewaldturm hoch - hat dann auch prompt Jörn Reus vom bikekult-Team genutzt, um den ersten Akzent zu setzen. Im unwiderstehlichen Stil eines ehemaligen deutschen Bergmeisters hat "Reuse" den Anstieg zu einem Hügel degradiert, der kaum mehr als ein oder zwei Atemzüge wert war. Das Feld hatte oben angekommen, nach nur wenigen Hundert Metern Anstieg, bereits ein beachtliches Loch zum Ausreisser.
Auf der rutschigen Abfahrt und dem Kronprinzessinenweg konnten sich dann weitere acht Fahrer absetzen. Die Spitzengruppe sollte im weiteren Rennverlauf zwei Minuten auf das Feld heraus fahren und dabei fünf Fahrer verlieren. Das heißt am Ende ging es im Massenspurt immerhin noch um Platz 10.
Nebst dem Pasculli-Team, hatten auch wir keinen Fahrer in der Spitzengruppe und so war es an uns sich an der Spitze des Feldes zu zeigen, um Tempo zu machen. Zu uneins waren sich allerdings die Fahrer untereinander und so konnte der Vorsprung nicht wesentlich verkürzt werden.
Nach der 60km-Extra-Schleife durch das südliche Berliner Vorland ging es dann die letzten 30km wieder durch die Berliner Innenstadt. Mit Vollgas versteht sich. 25km vor dem Ziel war die Mehrzahl der Rennfahrer schon mit dem Messer zwischen den Zähnen unterwegs. Die Strassen waren mittlerweile glücklicherweise trocken - die Stürze hielten sich einigermassen in Grenzen. Auf dem Flughafen Tempelhof wurde das Rennen wider erwarten doch noch einmal etwas schwerer, da der straffe Seitenwind auf einer schönen langen Einerreihe abgeritten wurde. Doch der Schmerz war aufgrund der territorialen Beschränkheit des Flughafengeländes von kurzer Dauer - zurück im bewohnten Berlin war das Feld allerdings deutlich dezimiert. Nicht nur die Windkante hatte ihre Opfer gefordert, auch zwei Stürze sorgten dafür, dass letzendlich nur noch ca. 40-50 Fahrer um den zehnten Platz fuhren.
Die letzten Kilometer waren eine Art Heimspiel für mich - ging es doch zum Großteil über meinen morgendlichen Arbeitsweg. Nicht das ich den mit Geschwindigkeiten jenseits der 50km/h fahren würde, aber das Wissen, auf welcher Strassenseite die bessere Linie zu finden ist, ist eines der Puzzlesteine zum Zielspurt.
Die letzten Kilometer haben sich dann etwa so angefühlt: Torstrasse, links auf die Friedrichstrasse, rechts in Richtung Charité, über die Luisenstrasse, Richtung Hauptbahnhof, links halten, noch 3 km, am Haus der Kulturen der Welt vorbei, Schloss Bellevue, keine Zeit für einen Blick nach rechts, durch meine Adern sprudelt nur noch Adrenalin, kein Blut mehr, die Siegessäule voraus, Linkskurve, die Strasse des 17. Juni vor uns, immernoch im Feld, der Spurt beginnt zögerlich, die Zielgerade ist irre lang, das Tempo pendelt zwischen 60 und 30, dann geht es richtig los, Kopf auf dem Lenker, es wird eng, dem Fahrer vor mir wird es zu eng, er verliert die Balance, lässt sich fallen, ich versuche auszuweichen, rutsche auf seinem Arm oder seiner Schulter aus, die Strasse trifft meinen Ellenbogen, das Feld rast der Ziellinie entgegen, der gestürzte Fahrer lächelt mich wie in Zeitlupe an, er scheint sich zu freuen, nicht alleine gefallen zu sein, er springt wieder auf sein Rad, 300m weiter das Ziel, von hinten kommt das große Hauptfeld, ich werfe meine Rad über die Absperrung, springe hinterher, das wars. Velothon zu Ende.
Einer der ersten, die ich wahr nehme, meine Arbeitskollege Stefan mit seinem Sohn - ich hatte einen Platz unter den ersten 30 versprochen - das hat nicht geklappt aber immerhin gab es eine knallige Show. Das wird mir so langsam klar, als ich in Dutzende besorgte Gesichter um mich herum blicke. Der Sturz war nur wenige Hundert Meter vor dem Ziel - ensprechend viele Zuschauer anwesend. Die Bestandsaufnahme fällt extrem positiv aus: keine tiefen Wunden, keine Brüche, keine Blessuren an den Händen, im Gesicht oder am Rücken. So what. Ellenbogen und Knie bluten ein bisschen. Keine dolle Sachen - leider hat mein Rad all das abbekommen, was mir verschont geblieben ist....
Letztendlich war das aber alles verschmerzbar: unser Team ist trotz alledem mit vier Fahrern unter die ersten 40 gekommen - das hat ausgereicht, um souverän dritter in der Teamwertung zu werden. An den Jungs von Corratec und Cannondale gab es dieses Jahr keinen Weg vorbei. Aber wir kommen wieder!

Ich spreche im Namen aller, wenn ich vor allem unserem Sponsor danke, der uns dieses Rennen ermöglicht hat: war nen irrer Spaß!

Die Ergebnisse im Detail:
18. Thommy
25. Julian
30. David
38. Martin
51. LarsS
1525. André Graff
./. Jan
./. AndréS

Ein Wort noch zu Ferox-Bikekult: Schade.
Schade, das die sich nun so benehmen, wie einst KED und LKT, die an Hochnäsigkeit und Arroganz kaum zu übertreffen waren. Aber wärend sich zumindest die Fahrer von KED wieder auf den Sport, auf Respekt und Anerkennung besonnen haben, scheinen die Hobby-Radler von Ferox-Bikekult zu glauben, etwas Besseres zu sein. Sicher, die Mannschaft um Reus, Zippan und Schaal ist bärenstark - und der ein oder andere hätte problemlos das Zeug zum A-Fahrer aber ist denn euer Benehmen wirklich nötig? Müsst ihr selbst beim Verpflegen Kampflinie fahren? Beim Spurt um Platz 30 durchs Feld pflügen? Und mit dem Sprachwortschatz eines Kleinkindes um euch herum pöbeln?
Im Prinzip müsste ich stolz sein, Ende der 90iger den Grundstein für ein Jedermann-Team gelegt zu haben, das in den letzten Jahren mehr und mehr die Szene dominiert hat, und das noch lange nicht am Zenit seiner Leistungsfähigkeit angekommen zu sein scheint, aber so recht mag mir das derzeit nicht gelingen.
Schade.
(as)

Update 01.06.2010:
Nach einigen Tagen Abstand bleibt doch ein gewisser schaler Nachgeschmack.
Einige Ungereimtheiten passen nicht so recht ins Sauber-Image der Veranstalter.
Allem voran die hämisch wirkenden Worte auf der Homepage. Dort liest man:
"Unsere erste Veranstaltungsbilanz fällt durchweg positiv aus. ..."
Kein Wort zu dem Streckenposten, der seit dem Unfall beim Velothon, er wurde von einem stürzenden Rennfahrer zu Boden gerissen und dabei lebensgefählich am Kopf verletzt, auf der Intensivstation liegt (Update: Mittlerweile hat der Veranstalter dazu Stellung genommen und den Streckenposten entsprechend gewürdigt).
Auch die Teilnahme des ehemaligen Profifahrers Jörg Ludewig, der auf dem Tempelhofer Flughafen die Spitzengruppe auseinander fuhr, und so das Rennen massiv manipulierte, scheint nicht wirklich glücklich.
Und zu guter Letzt bleiben da auch noch viele Fragen beim Studieren der Ergebnislisten:
Wie kann es sein, dass Starter aus dem Block A im Ziel 8 Minuten Vorsprung hatten, obwohl die Spitzengruppe "nur" 3 Minuten heraus gefahren hatte? Auf welcher Grundlage wurden bei solchen Abweichungen die Teamwertungen berechnet?



v.L.n.R: Davd, LarsS, André Graff, Julian, AndréS, Martin, Jan, Thommy


Merdingen


Die unmenschliche Startzeit um 8 Uhr morgens sollte sich später durchaus als Vorteil herausstellen - denn Tina, deren Start um 13 Uhr stattfand, hatte nicht nur die äußerst harte Strecke, sondern auch Temperaturen jenseits der 30 Grad als Gegner.
Aber der Reihe nach.
Zweiter Renntag im Breisgau - diesmal in Merdingen. Ja, das Merdingen, wo Jan Ullrich herkommt. Angeblich herkommt. Alle eingefleischten Radsport- Fans wissen natürlich, das jener in Rostock geboren wurde, in Berlin aufwuchs und mittlerweile in der Schweiz wohnt. Geblieben ist dennoch die "Jan-Ullrich- Strasse".
Auf dem Plan ein 95km-C-Rennen für André und diesselbe Runde (7x13,5km) für Tina. Der Kurs: ein flacher, etwa dreieckiger Kurs, breite, gekehrte Strassen. Glatter Belag, komplett gesperrt, keine Gleise und kaum enge Stellen. Perfektes Rennen sollte man meinen. Wäre da nicht dieser kleine Abstecher in die "Hügel" neben der Strasse. Denn kaum einen Kilometer nach dem Start geht es links hinauf auf die Weinberge. Die sehen von der Strasse aus betrachtet völlig unspektakulär aus. Aus Nähe jedoch entpuppt sich das Ganze als ein knapp 2 Meter breiter Versorgungsweg, der sich anfangs mit gemächlichen 10%, später mit 18% hinauf zum Winzerhof schlängelt. Vor allem die letzten 300 Meter trennen die Spreu vom Weizen. Wärend die ersten den 15er hochkurbeln, kommen die letzten schnaufend und keuchend - oder zumindest mit verdrehten Augen - oben an. Die Kette links - am liebsten "linkser" - der ein oder andere wünscht sich einen 27er Rettungsring.
Danach eine hakelige Abfahrt mit ein, zwei Kurven die nicht ohne sind. Vor allem in der ersten, recht steilen und nicht einzusehenden Kurve stand dem ein oder anderen Fahrer der Bordstein im Weg und es wurde nähere Bekannstschaft mit dem Breisgauer Rebstöcken gemacht. Der Rest war dann fast zum Ausruhen. André musste leider schon in der zweiten Runde vom großen Hauptfeld reissen lassen, ist dann aber mit einer 12-köpfigen Gruppe das Rennen zu Ende gefahren und konnte sich so immerhin unter den ersten 40 platzieren.
Beim Hauptrennen gegen halb Eins standen etwa 40 Frauen in der mittlerweile glühenden Sonne und harrten der Dinge die da kommen sollten. Wieder dabei Sarah Düster, die später ihr zweites Rennen an diesem Pfingst-Wochenende gewinnen sollte.
Schnell, bereits in der ersten Runde, hatte sich das Feld in seine vier Leistungs- klassen geteilt. Vorne die Profis vom Cerveló-Test Team und der ehemaligen Equipe Nürnberger, im Verfolger-Feld das Team Rothaus, dann das Hauptfeld und danach eine Gruppe von Fahrerinnen, für die das Rennen einfach zu schwer war.
Tina konstant im Hauptfeld und im Gegensatz zum Rennen in Schwenningen bei der Abfahrt viel weniger reserviert.
Ein Ausreißversuch kurz vor dem Ziel wurde leider vereitelt, so blieb beim Spurt vom Hauptfeld leider nur ein Platz um den 20. herum. Aber was heißt leider: der Kurs hatte es in sich!
Noch ein Bemerkung am Rande: der Weg hoch in die Weinberge war gesäumt von Hunderten von Zuschauern - begeisterte Zuschauer, wohl gemerkt. Schon alleine wegen dieser Atmosphäre - ein Hauch von Belgien - lohnt sich der lange Weg in den Süden. Vielleicht steht ja im nächsten Jahr eine größere Abordnung vom "Team Helle Mitte" am Start...
(as)




Villingen-Schwenningen


Wärend sich die daheimgebliebenen auf das Kudamm-Rennen freuten, sind André und Tina als Abgesandte des "Team Helle Mitte" ins ferne Freiburg aufgebrochen. Bei frühlingshaften Temperaturen um die 20 Grad ging es für Tina auf eine 6,5km lange Runde, die 7 mal zu fahren. Vom Start weg ein circa 1 km langer Anstieg mit 5-6%, zwei Kilometer Windkante und eine rasante Abfahrt zum einem recht kurzen Stich von 8% vor Start-Ziel. Ein schöne Runde, komplett abgesperrt und viele begeisterte Zuschauer.
Sarah Düster, die sicher prominenteste Fahrerin im Feld, hat sich dann auch sofort abgesetzt und ist einen sicheren Start-Ziel-Sieg gefahren. Tina konnte sich ohne größere Probleme im Hauptfeld halten - allerdings hat die scharfe Rechts-Kurve vor der Zielgeraden ihr so viel Respekt eineflösst, das es letzt- endlich nur zu einem 30. Platz gereicht hat. Immerhin!
Denn danach stand das ABC-Rennen über 20 Runden, also über 130km auf dem Plan. Am Start 220 Fahrer - ein riesiges Fahrerfeld, das sehr gut besetzt war. Die A und B Fahrer waren diesmal in der deutlichen Überzahl.
Leider musste dasdann André auch recht schnell feststellen, das dieses Rennen einen Ticken zu schwer war. Die langgezogene Abfahrt wurde in Einerreihe mit knapp 70 km/h gefahren - das Feld einige Hundert Meter lang. Am Stich vor Start-Ziel waren dann die Akkus alle. Immerhin mit einer abgesprengten Gruppe von ca. 10 C-Fahrern hat André dann noch die 80km voll gemacht und das Ganze als Vorbelastung für das Rennen in Merdingen abgehakt.

(as)




Kudamm


Pfingsten gehört dem Kudamm. Traditionell. Das ist einfach so. Das Rahmen- programm der Tour de Berlin, die kleine, schnelle Runde über den Tauentzien gehört einfach zum Programm eines jeden Renn-Fahrers!
Von unserem Team dabei David, LarsG, LarsG, Julian und Jan.
Standen vor drei Jahren noch sage und schreibe 180 Runden (bei schönstem Frühlingswetter und Hunderten Zuschauern, übrigens) auf dem Plan, so waren es dieses Jahr "nur" 90 Runden - aber dafür auch bei Regen.
Das Rennen war geprägt von Stürzen und Ausfällen - letztendlich kamen ca. ein Viertel der gestarteten Fahrer ins Ziel. Unter den ersten 20 Julian und Jan - LarsS beendete immerhin das Rennen, wenn auch mit ein paar Runden weniger.
Nächstes Jahr bitte wieder Sonnenschein!

(as)




Cottbus-Görlitz-Cottbus


Nach den schönen Tagen im östlichen Brandenburg ging es diesmal zur Fernfahrt vorn Cottbus nach Görlitz. Tradionell ein stark besetztes Rennen - und traditionell eines, welches aufgrund seiner Länge von 180km an die Substanz geht.
Am Start diesmal David, LarsS, Julian und André.
Nach den schönen Frühlingstagen standen wir diesmal bei einstelligen Temperaturen und klammer, feuchter Luft am Start. Armling und Beinling-Wetter: keine sonderlich schönen Aussichten.
Auch diesmal ging es vom Start weg zur Sache. Schnell hatten sich zwei, drei kleinere und größere Gruppen gebildet. Vorne alle lokalen Favoriten - gut, dann kann hinten ja locker nach Hause gerollt werden. Von wegen: die ersten Ermüdungs- erscheinungen nach 70km - da waren noch nicht mal der "Hügel von Görlitz" erreicht. Letztendlich könnten sich alle unsere Jungs im Hauptfeld festbeissen und so ging es geschlossen auf den Rückweg.
Im Feld Bartko und Marcel Kalz - und denen war wohl kalt. Denn zusammen mit den Jungs von Trikot24 sind die so straff gefahren, das im Feld schlagartig Ruhe war - davon abgesehen sind Gespräche in Einerreihe eh viel zu mühselig. Soll heißen, es ging in Höllentempo Richtung Cottbus. Das hohe Tempo war dann auch von Erfolg ekrönt - eine um die andere Gruppe wieder wieder eingeholt. Alles sah nach einem Massenspurt aus. Ca. 30km vor dem Ziel haben wir David verloren. 15km später auf einer Kopfsteinpassage sind Julian und LarsS abhanden gekommen. Einzig André war noch im Feld, als die letzten beiden Ausreißer in Sicht kamen. Noch ca. 500m zur Spitze. Massenspurt? Nein, eine geschlossene Schranke. Für Bartko und Kalz sicher zum heulen - für mich 2 Minuten Luft holen. Für LarsS und Julian die Rückkehr ins Hauptfeld.
Die Rennleitung sah es nicht für nötig die Spitzenfahrer auch anzuhalten, daher stand später in der Zeitung, das der Sieger und sein Begleiter mit souveränem Vor- sprung siegten. Glück gehört eben auch dazu.
Im Endspurt des Hauptfeldes konnte André nicht wirklich vorne mit reinhalten, dazu waren die Beine nach knapp 190km einfach zu schwer. Letzendlich war es dann ein Platz um die 30 herum.
Aber eines ist sicher: nächstes Jahr ist das "Team Helle Mitte" wieder dabei.
(as)


Berliner Meisterschaft - Strausberg/Klosterfelde


Die ersten schönen Tage in diesem Jahr und ein großer Rundkurs durch die Märkische Schweiz haben die Fahrer des PSV nach Strausberg - genauer gesagt in einen der Vororte - gelockt. Und natürlich die sportliche Herausforderung: ging es doch um nichts geringeres als die Berliner Meisterschaft.
Am Start LarsS, Jan, Julian, André und Morbus.
Da nun ausgerechnet die beiden stärksten Bundesligamannschaften aus Berlin und Brandenburg kommen und somit auch am Start standen, kam es wie es kommen musste: von Anfang an wurde versucht eine Spitzengruppe zu lancieren, die sich dann auch am Anfang der zweiten Runde entgültig absetzen konnte. Danach wurde im Feld das Tempo herausgenommen. Und zwar richtig herausgenommen. So sehr, dass wir die Höchststrafe kassiert haben und uns das Seniorenfeld eingeholt hat und sicher nicht ohne den einen oder anderen hämischen Blick an uns vorbei gefahren ist.
Eine Runde später haben dann die harten Jungs ernst gemacht und sind zwei Runden von vorne gefahren. Berg auf, Berg ab, Gegenwind, Seitenwind - als ob es keine äußeren Einflüsse gäbe sind die Türkisen und Roten wie aufgezogen gefahren. Danke, KED- und LKT-Jungs für den Ausflug ins Reich der Geschwindigeit. Am Ende war einzig André noch so weit im Besitz seiner Kräfte, dass es zu einem 19. Platz gereicht hat. Dennoch - wieder ein schönes Strassenrennen mit den Farben des "Team Helle Mitte"

(as)


Saisonstart 27./28.03.


Dieses Wochenende war es endlich so weit! Die Erlösung von den endlosen Stunden auf der Rolle, der Lohn für die frostigen Ausfahrten auf dem Mountainbike. Der muffige Geruch des Kraftraums endlich getauscht gegen den Duft brennender Bremsgummis. Allein der Gedanke an die Sixtus-Start-Oil geschwängerte Luft löst in mir einen Pavlowschen Reflex aus und mein rechter Zeigefinger sucht einen imaginären Schalthebel.
Freitag war die Spannung kaum auszuhalten - Temperaturen um die 20°, Sonne und ein Eis beim Italiener: der Frühling ist da - wir wollen Rennen fahren!
Samstag, Groß Dölln, das Rennen auf dem Flughafen, 100km!
Wenig später ist es Samstag morgen, der Wecker reisst mich aus dem Schlaf und ich schaue aus dem Fenster. Glänzt das Dach gegenüber? Ist das Dach etwa nass? Ja, ist es. Es regnet. Ich checke die Temperatur: 6°. Kurz geht mir der Gedanke durch den Kopf, wie schön es jetzt wäre einfach zwei Stunden auf der Rolle zu sitzen und Frühstücksfernsehen zu konsumieren. Aber hey, Rennen ist Rennen und der Dreck geht beim Duschen wieder runter. Dachte ich zumindest; heute vier Tage später habe ich immernoch Flugplatzstaub in den Ohren.
Um es kurz zu machen: ca. 60 Rennfahrer haben dann doch der Verlockung im Bett liegen zu bleiben widerstanden und standen auf der nassen Startbahn. Der Wind war gnädig und hat längs geblasen. Da das Rennen im Prinzip Startbahn rauf, Landebahn runter geht, war die eigentliche Durchführung dann etwa so: im Gegenwind 4km im Feld verstecken und mit etwa 35km/h fahren - und zurück den Kopf auf den Lenker, Kette nach rechts und alles was geht. 4km Vollgas. Ja, es gibt interessantere Rennen. Zu allem Übel hat es im letzten Drittel auch noch angefangen zu schütten. Nein, kein Schauer oder so. Hat sich eher wie ein Wolkenbruch angefühlt. Das ganze bei Temperaturen nur ein paar Grad über Null. Zum Glück war ich viel zu sehr mit Überleben beschäftigt, um mich selbst bedauern zu können.
Zum Rennverlauf selbst ist nicht so viel zu sagen: eine schnell gebildete Spitzengruppe wurde nach der Hälfte des Rennens wieder eingeholt und gegen Ende ist das Feld in zwei Teile zerfallen. Hätte gar nicht sein müssen, war aber so. Tommy und ich waren in der zweiten Hälfte und was mich betrifft bin ich fast ein bisschen stolz nicht zu denen gehört zu haben, die ihr Auftaktrennen vorzeitig beendet haben. Nein, eigentlich bin ich stolz!

Der eigentliche Höhepunkt dieses ersten Rennwochenendes stand ja noch bevor: von Berlin nach Bad Freienwalde und wieder zurück. 145km Strassenrennen. Und die letzten Jahre haben gezeigt: hier ist alles möglich. Zumindest Wettertechnisch, denn von Sonne bei 25° bis Schnee und Hagel bei 2° oder auch alles zusammen und nacheinander haben wir hier schon alles erlebt. Den Gedanken ans Wetter habe ich allerdings in einem kleinen schwarzen Loch in meinem Kopf versenkt und alle damit verbundenen Unwägbarkeiten ausgeblendet.
Endlich wieder ein Rennen mit dem kompletten Team! Leider wurden wir durch drei krankheitsbedingte Ausfälle dezimiert aber immerhin standen wir zu Fünft am Start: das "Team Helle Mitte" war bereit.
Kurz nach 10 der Startschuss, leicht bewölkt, kalt, aber machbar. Zu meiner Schüssel Müsli und den sechs Croissants hatten sich kurz vor dem Start noch zwei Stücken Apfelstreusel gesellt und mein Magen signalisierte mir: bereit. Kann losgehen! Und ja, es ging los. Im Gegensatz zu den letzten Jahren nicht gemächlich, sondern von Anfang an wurde versucht eine Spitzengruppe zu bilden. Und wie üblich bei diesem Rennen gab es endlose Windkanten und die wurde wie irre abgeritten. Leider haben wir auf einer dieser Koma-Abschnitte Jan verloren. Immerhin waren wir noch zu viert. Zu viert im Hauptfeld, denn in die Spitzengruppe, die sich dann tatsächlich recht schnell zusammen gefunden hat konnten wir niemanden abstellen.
Nach guten 60km haben die verbliebenen Anwärter auf die Spitzengruppe das Feld noch einmal zerfahren; übrig geblieben waren etwa 40 Fahrer. Das Rennen war gelaufen, noch bevor der gefürchtete Bad Freienwalder "Berg" überhaupt erreicht war. Der Berg wurde dann auch in eher gemächlichen Tempo hinaufgefahren, Verluste gab es keine mehr. Auch die, meisst sinnlosen, Angriffe der Fahrer, die glaubten eigentlich viel zu gut für "nur das Hauptfeld" zu sein, wurden sämtlich pariert. Einzig LarsS. ist uns auf den letzten 20 Kilometern abhanden gekommen. Der Grund? Kein Frühstück! Die Lektion? Auch ein zuckerfreier (sic!) Riegel hilft da nicht weiter. LarsS, das nächste Mal machste das beim Frühstück wie beim Radennen: alles was geht!

Was bleibt vom ersten Renn-Wochenende? Das "Team Helle Mitte" ist wieder da! Wir haben unseren Spaß im Winter nicht verloren. Die Formkurve zeigt nach oben und die Saison ist noch lang. Auch dieses Jahr werden wir unsere Farben wieder ins Peloton mischen.
(as)




Trainingslager 10.03.-22.03.2010 / Peguera

In diesem Jahr haben sich Julian, Jan, André und unsere Quotenfrau Tina auf den Weg ins warme Peguera aufgemacht. Julian und Jan sind schon am 10. angereist und durften sich des seltenen Schauspiels von Schnee auf Mallorca erfreuen. Tina und André haben sich zwei Tage später auf den Weg gemacht - keine schlechte Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Denn ab dem Wochenende wurde das Wetter täglich besser und wärend dieser Beitrag ensteht wurden bereits Temperaturen um die 20° gemessen. Beste Vorraussetzungen also, um sich auf das erste Rennen (Berlin- Bad Freienwalde) in Form zu bringen!



Berliner Offroadwinterrennserie 2010

Die Berliner Offroadwinterrennserie ist nun nach dem 5.Lauf am Postfenn im Berliner Grunewald (28.2.2010) entschieden:
Andreas Mai konnte sich den 3.Platz in der Gesamtwertung entgültig sichern!
Im Detail heisst das:
Der Sieg ging an Peter Westphal BRC Zugvogel, 2. wurde Jens Frommhold von den Zehlendorfer Eichhörnchen und der 3. Platz Andreas Mai vom TEAM HELLE MITTE.
Bilder folgen.

Cross-Saison-2010

Das Jahr hat noch nicht einmal begonnen, da waren unsere Jungens schon wieder erfolgreich!
David und Andy, unsere Crosser, waren rege dabei, den anderen das Siegen nicht allzu leicht zu machen. Andy ist nicht nur ein paar mal knapp am Podium vorbei gefahren, durch seine kontinuierliche Teilnahme an den Rennen hat er fleissig Punkte gesammelt und liegt zwischenzeitlich auf einem 3. Gesamtrang!
Die Farben des Team "Helle Mitte" sind also nach recht kurzer Wettkampfpause zurück. Derweil feilen wir, die Nicht-Crosser, natürlich an der Wettkampfplanung 2010, die es in Kürze hier zu lesen gibt.
Und das erste Trainigslager auf Mallorca steht bereits vor der Tür!

Bilder mit freundlicher Unterstützung von radsport-photos.de!
News 2009