Das Kittelsche und Seeräuber Attacke

Der Velothon in Berlin ist zwar schon über eine Woche her, aber ein kleiner Bericht soll an dieser Stelle nicht fehlen…

Über dieses Rennen muss man eigentlich nicht mehr viel sagen – es ist eine Riesen Veranstaltung, ca. 12000 Radler aller Couleur fahren, schubsen und stürzen durch die Berliner City und am Ende gewinnen immer die Anderen.

Nichts desto trotz machte sich auch in diesem Jahr wieder einer, nämlich Julian, auf den frühen Weg zum Start und absolvierte seinen neunten von neun Velothons, diesmal auf der kurzen Runde.

Es war auch an diesem sonnigen Sonntag wie immer: Peng – Tempo 55 – und ziemlich schnell die erste Attacke. Dann die Zweite, die Dritte, die Vierte und so weiter, bis das Zählen keinen Spaß mehr machte. Nahezu immer dabei war Julian, der sich weder die (vegane) Butter vom Brot nehmen noch die Blöße geben wollte, den entscheidenden Zug zu verpassen. Denn vorne rausfahren und auf einen positiven Ausgang im Ziel hoffen, wurde in den letzten Jahren, mangels anderer Talente auf dem Rad, zum Stilmittel erkoren.

Doch alles fleißige Mitspringen oder selbst attackieren half nichts – das Feld fuhr nach 65km geschlossen auf die Ziellinie.

Dort gab es die üblichen Velothon-Block A-Sprint-Szenen, die einen an eine Piraten Stunt Show im Freizeitpark erinnern lassen: Schreien, Brummen, Grölen, Rempeln und unglaubliche Manöver fahren… ein Captain Hook wäre begeistert und könnte sich problemlos drei Schiffsbesatzungen aus dem Pool der Verrückten zusammenstellen!

Julian war nicht schlecht positioniert, doch für jemanden, dem das Kittelsche in den schlanken Schenkeln schlichtweg fehlt, der aber sonst mit einem straffen Überlebenstrieb gesegnet ist, macht die Teilnahme an einem Boxkampf, den man nur verlieren kann, keinen Sinn. Denn wenn man schon fahren muss wie ein Pirat, will man danach nicht noch aussehen wie einer…

Und so war der 21.Platz (Rang 6 AK – diese Einordnung wird ja langsam modern) ein wirklich tolles Ergebnis in einem wirklich schönen Rennen.

Übrigens: Auch dieses Mal gab es, dank der Unterstützung von verduro.de und Chimpanzee Bar, die leckeren und wirklich effektiven Chimpanzee Energy Chews zu Kauen. Die Dinger passen lose in die Trikottasche, sind flink gegriffen und so kann man eigentlich die ganze Zeit und auch im härtesten Renntempo für gleichmäßige Energiezufuhr sorgen. Einfach praktisch, einfach lecker – so viel Werbung muss und darf sein ;-)

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