2,4,4,5,12,18 – und die Superzahlen 23 & 42

Manchmal macht es Sinn, die Kräfte nicht zu bündeln sondern zu teilen. Dies zeigte sich an den letzten drei Wochenenden, an denen die Èquipe fleißig Wettkampfkilometer und Platzierungen sammelte.

Noch bevor Julian am Pfingstmontag mit einem 4. Rang vom Bergfloh zum Zeitfahrer wurde (siehe Bericht), erarbeitete sich Robert am Tag zuvor beim Lausitzcup in Klettwitz einen 2. Platz in der AK Wertung.

Ein Wochenende später zerteilten wir uns in eine Berlin- und eine Cottbus Crew. Die Cottbus Crew, bestehend aus Robert und Julian, bestritt dann vor Ort auch noch zwei verschiedene Rennen. Robert wagte sich auf die lange Distanz von Cottbus nach Görlitz und zurück (ca. 180km) und kam nach einem langen aber schönen Rennen (Zitat Robert) sicher und wohl behalten im Feld ins Ziel. Julian, der nach eigener Aussage für die ganz langen Dinger nicht gebastelt ist, stand am Start der kurzen Runde über 57km. Nach ca. 13km ging es zum ersten von zwei Malen auf das berühmte Kopfsteinpflasterstück, wo dann auch die erste und einzig entscheidende Attacke des Tages stattfand. Zwei Fahrer vom Berlin Racing Team ergriffen die Flucht, gefolgt von drei anderen, unter ihnen  Julian. Die Fünf Mann Gruppe harmonierte so gut, dass Mann Nr. 5 nach einigen Kilometern abgehängt wurde und es fortan eine harmonische Vier Mann Gruppe war, welche aber bis zum Ziel zusammen und auch vorne blieb (ca. 1:30min Vorsprung auf das Feld). Den taktischen Vorteil, mit zwei Leuten in der Gruppe vertreten zu sein, nutzen die Berlin Racing Jungs perfekt und stellten im Ziel ,nach Attacke, hinterherfahren, Sprint und Jubel die Plätze 1 und 2. Julian musste sich im Sprint um Platz 2 dann auch noch dem dritten Fluchtgenossen aus Greifswald geschlagen geben und holte sich die zweite Holzmedaille innerhalb von sechs Tagen.

In Berlin vertraten Nils und Jan die Farben Schwarz Grün und standen beim schnellen Airportrace Kriterium in Kladow an der Linie. Wie zu erwarten wurde sofort ein hohes Tempo angeschlagen und die Runden verstrichen. Nach einem kuriosem Rennverlauf, inklusive schweren Sturz (mit besten Genesungswünschen an die Verletzten) und anschließender Unterbrechung, hatte sich eine vier Mann Gruppe gebildet, die sich einen Großteil der Punkte einverleibte. Ein paar restliche davon wurden für Nils übrig gelassen, der sie sich dann auch ersprintete und so einen fünften Platz im Endergebnis sein Eigen nennen durfte. Jan rollte ebenfalls passabel über die Ziellinie und durfte sich über Platz 23 freuen.

Am Mitsommerwochenende wurden von dreien der Mannschaft die Fahnen hochgehalten. Lars S. schnupperte olympische Distanzluft beim Lipnitzsee Triathlon (siehe Bericht unten) und Lars G. und Robert kramten mal die Lizenz aus dem Portemonnaie, die sie für das C-Klasse Rennen beim Burger Rolandpokal brauchten. Mit den Plätzen 12 und 18 in der Ergebnisliste war auch dies ein passabler Einsatz der beiden Buben. (jr)

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3. Optegra Liepnitzsee Triathlon

Neben den Straßenrennen, Rad-Marathon und Zeitfahren zeichnet sich eine weitere Variante des sportlichen Zeittotschlagens im Team ab: die Teilnahme an einem Ausdauer- Dreikampf- also modern: dem Triathlon.

Lars ist der skeptisch Blickende mit der blauen Brille...

Lars ist der skeptisch Blickende mit der blauen Brille…

Lars versuchte sich dort als Einzelkämpfer in der Ego-Sportarten-Kombination auf der toll organisierten Veranstaltung am Liepnitzsee und dort auf der Olympischen Distanz. Es mussten also  die1,5km irgendwie im Wasser überlebt werden, dann Gummiabrieb auf dem acht Mal zu bewältigenden und abspruchsvollen 40km-Rundkurs nachgewiesen und jener See (8km) per Laufschuh umrundet werden. Zwischendurch gab es neben dem Wechseln der Garderobe weitere Aufgaben wie: den Kopf immer wieder so einrichten, dass man nicht aufgibt oder andere dumme Gedanken kommt oder diese überhand nehmen.

Am Ende ist immer alles jut!

Am Ende ist immer alles jut!

Nachdem die DLRG nicht eingreifen musste gelang es die Radfahrerqualitäten auf den 40km abzurufen und somit konnte dann nach 1:04h auf der Maschine endlich-endlich der letzte Abschnitt beginnen. Diesen bewältigte er in 41:16min.

Letztlich kam final bei dieser Distanz-Premiere eine respektierliche Zeit von 2:20:47h heraus die dann den 42.Platz wert war. Diese “Zahlen” motivierten den “Neu-Triathleten” schon wieder, direkt nach der Ankunft zu Hause, den Wettkampfkalender der laufenden Saison zu durchstöbern. (la)

Fazit: “Radrennen, Zeitfahren oder Triathlon- es schmerzt immer wenn man sich anstrengt – aber ohne Reize is man nich.”  Achso: Och stark.

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Hinterseer Einzelzeitfahren am Pfingstmontag

Hoch oben im Nord-Osten der Republik, kurz vor der polnischen Grenze, liegt das beschauliche Dorf Hintersee. In diesem Dorf befindet sich seit neun Jahren, immer am Pfingstmontag, der Start- und Zielstrich des Hinterseer Einzelzeitfahrens. Über 16,5 km geht die Strecke –  8,25km hin, umdrehen und zurück. Wenn einem der Wind keinen Strich durch die Rechnung macht, ist das ein Kurs für schnelle Zeiten.

In diesem Jahr machte ich mich auf den Weg dorthin, ausgerüstet mit meinem Rad, Davids Zeitfahrhelm und seiner Scheibe für hinten und einem paar Lenkerausätze von einem Bekannten – also am Ende so etwas ähnliches, wie ein Zeitfahrrad.

Bei schönstem Sommerwetter ging ich als 22er Starter (von 103 Teilnehmern) auf den Kurs und fand schnell meinen Tritt. Bis auf einmal Probefahren, saß ich zum ersten Mal auf solch einem Setup. Und fand es geil…Selbst wenn man eigentlich gar nicht wirklich schnell ist (siehe Zabels „43er Schnitt…weeste eijentlich wie schlecht dit is…?!“), kommts einem so vor, als führe man alles in Grund und Boden. Und das macht wirklich Spaß…

Der Spaß begann mir jedoch schnell zu vergehen, als ich mich nach der ersten Starteuphorie dem Gegenwind ausgesetzt sah und mich, trotz Aeroschnickschnack, anstrengen musste. Blöder Sport. Das Schöne am Gegenwind ist aber, dass er auf dem Rückweg zum Rückenwind wird, was der Fahrt zumindest schneller ein Ende bereitet. Und so nahm die Reise nach knapp unter 24 Minuten ihr ersehntes Ende, auch wenn der Rückenwindvorteil irgendwie nicht wirklich spürbar war…

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Einige Stunden und einem (wenn man die Speckstückchen raus gesammelt hat) fast vegetarischen Eintopf später, kam es zur Siegerehrung. Bis auf die Podiumskandidaten der verschiedenen Kategorien bekam jeder Teilnehmer, so auch ich, eine Teilnahmeurkunde, was zwar die ganze Show ziemlich in die Länge zog, aber den netten und gemeinschaftlichen Charakter der Veranstaltung unterstrich. Als es um die Podestplätze und die jeweils gefahrenen Zeiten ging, zeichnete sich nach und nach ab, dass ich verdammt knapp am Podium vorbei gefahren sein musste. Mit einer Sekunde Rückstand auf Platz drei war das dann auch so – Holzmedaille.

Wie immer gibt’s auch hier ein Fazit und zwar ein komplett positives. Eine tolle, gut organisierte Veranstaltung, bestes Wetter und für mich sportlich, wenn auch mit Wehrmutstropfen, ein super Ergebnis. Nach dieser Nummer trage ich mich ernsthaft mit dem Gedanken, von Bergfloh auf Zeitfahrrakete umzusatteln – Schaun wa mal… (jr)

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Garmin Velothon am 18.05.

„Regenschlacht“… „spiegelglatte Strassen“… „dem schlechten Wetter trotzende Radfahrer“… – für diesen Velothon 2014 gab es hinterher diverse Superlative zu lesen. Grund dafür war das wirklich schlechte Wetter. Und so fanden sich zu dieser Austragung auch „nur“ ca. 8000 Recken zu den beiden Starts der 60 und 120km Runde ein (sonst sind es ca. 12000 Starter).

Am Vortag erlaubte ich mir den Spaß und ging zu Zweirad Stadler, mal schauen was so los ist. Regenjacken und Regenreifen waren ausverkauft, eine Horde ängstlicher Frostbeulen (zu denen ich mich grundsätzlich auch zähle), hatte die Abteilungen annektiert und dem Klassenprimus der Fahrradbranche einen umsatzstarken Samstag beschert. Da bleib nur zu hoffen, dass die Rechenmodelle der Wetterfrösche sich für den kommenden Tag verrechnen würden…

…was sie nicht taten. Für die Èquipe standen Tobi, Tommi, Jan und ich (Julian) am verregneten Start. Also gerade genug, um in der Teamwertung gewertet werden zu können. Jan musste sich leider aus dem B-Block durch die Pfützen kämpfen, da er im vergangenen Jahr durch einen Defekt jede Chance auf eine gute Platzierung einbüßte – also keine perfekten Bedingungen für die Teamwertung.

Nach bereits etwa 500m, war die Nässe auf die Haut vorgedrungen und schleuste Staub und kleine Sandkörner in Hautfalten und an Körperstellen, wo man sie nicht will und wo sie auch nach der Dusche am Sonntagabend noch zu finden waren. Radsport eben… Das Tempo war von Anfang an zügig und es wurde überraschend vorsichtig zu Werke gegangen. Bis auf jenen, welcher später noch zur Sprache kommt, gab es um mich herum keinen einzigen Sturz, ein absolutes Novum bei diesem Rennen. Der Schnitt war nicht langsamer als in anderen Jahren, aber jeder schien deutlich fokussierter und konzentrierter zu fahren, als bei Sonnenschein. Trotzdem hielt ich mich, um nichts zu verpassen und um den Gefahren aus dem Weg zu gehen, immer unter den ersten Fahrern auf. Gelegentlich schaute Tommi vorne vorbei, locker radelnd und trotz erschreckendem Trainingsrückstand, sehr gut aufgelegt. Der Kräftige hatte mit dem Regen offenbar weniger Probleme als ich… Tobi sahen wir während des Rennens leider nicht wieder. Er wurde an einer blöden Stelle abgehängt und landete in der Gruppe, in der auch Jan Obdach gefunden hatte, so dass die beiden den Rest des Tages im Partnerlook absolvierten.

Im Laufe des Rennens passierte nicht viel. Die drei gestarteten Merkur Druck Fahrer und einige andere attackierten unablässig, irgendjemand holte sie wieder zurück und das Spielchen begann erneut. So schossen wir flink um den Kurs und näherten uns, nach dem Ausflug ins Brandenburger Land (…nimm dir Essen mit…), wieder der City.

Ich hatte bereits bei KM 60 begonnen zu frieren, was mit jedem Meter immer schlimmer wurde. Die kalte Nässe zog dermaßen an meiner Substanz, dass ich nicht umhin kam, sämtliche Hoffnungen auf eine gescheite Platzierung beiseite zu legen und nur noch nach Hause wollte. Klassisch unterzuckert versuchte ich also zu essen und mich vom Feld noch irgendwie ins Ziel fahren zu lassen.

Dieser Plan gelang exakt bis zur U-Bahn Unterführung an der Oberbaumbrücke: Der einzige gesichtete Sturz dieses Tages aus unserer Gruppe stoppte einen Großteil des Feldes und zerteilte es in viele kleine Grüppchen, die alle wieder den Anschluss an das, was das Spitzenfeld war, zu finden versuchten. So auch ich, der noch um den Sturz herum zirkeln konnte. Doch mit meinem Stoffwechsel verhielt es sich, wie mit dem Regelwerk eines katholischen Knabeninternats um die vorletzte Jahrhundertwende: Licht aus heißt Licht aus!! Und Zuwiderhandlung wird mit noch mehr Dunkelheit bestraft.

Tommi war ebenfalls in den Sturz verwickelt, womit der Kampf um eine vordere Platzierung ad Acta gelegt war. Vorne gewann Stafan Räth als Solo Sieger, die große Gruppe kam kurz dahinter, etwa eine Minute vor Tommi und mir ins Ziel. Jan und Tobi fuhren ca. 19 min später auf die „längste Zielgerade der Welt“ und kamen durchgefroren und mit dem typischen „Warum tu ich mir das an“ Fragezeichen im Blick am Treffpunkt an.

Was also bleibt als Fazit von dieser verregneten Show, die wir da boten? Neben irgendwie doch schönen Erfahrungen (jetzt wo man trocken ist…) war es vor allem Platz 6 in der Mannschaftswertung, der unser Ergebnis in Zahlen doch deutlich  verträglicher gestaltete.

Und im nächsten Jahr sind wir bestimmt auch wieder am Start…egal was kommt…(jr)

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Die These: 3. Platz ist STARK! – Wittenberger Altstadtrennen am 03.05.

Während Sportkamerad Lars G. seinen 6. Platz bei der Berliner Einzelzeitfahrmeisterschaft herausfuhr, saßen Robert und Julian im Auto auf dem Weg in die schöne Lutherstadt Wittenberg. Ziel war das noch schönere Wittenberger Altstadtrennen, welches immer bestens organisiert ist und jedes Mal aufs neue Spaß macht.

Über 50 Starter standen am Start und warteten darauf, die 15 Runden á 2,1 km zu absolvieren. Unsere Aufgabe als Jedermänner war es, als Vorband für die Großen der Branche zu agieren, die nach unserem Rennen auf die Strecke gingen und mit Herrn Degenkolb und Herrn Zabel (Junior) die Sieger stellen sollten.

Nach dem Start wurde es, wie immer, schnell. So schnell, dass es keine drei Runden brauchte, um das, was ehemals ein Starterfeld war, in eine überschaubare Gruppe zu verkleinern. Robert und Julian waren dabei geblieben und fuhren ordentlich mit. Hier und da gab es Attacken, kleine Grüppchen kamen für einige Momente weg, wurden wieder eingeholt und das Spielchen begann erneut. In Runde 5 und 10 gab es jeweils einen Prämiensprint. Ersterer wurde vom späteren Sieger Karsten Bombach (Bürstner Dümo Cycling) gewonnen, den zweiten Sprint holte sich Robert souverän. Ein schönes Geschenk zwischendurch, dass zeigte, welche Form der Kerl zurzeit durch die Gegend fährt. Die Tempoverschärfung dieses Sprints war dann Anlass für einige Fahrer, einen Angriff zu starten und die Vorentscheidung dieses Rennens herbei zu führen. Robert gelang es, trotz müder Beine vom Sprint zuvor, in diese Gruppe zu springen und damit schien die Vorentscheidung gefallen. Drei Runden lang verlief das Rennen in dieser Konstellation, drei Runden, in denen vorne gekreiselt wurde und hinten die taktischen Regeln befolgt und vor allem durch Julian und Tobias Gert (OSC Potsdam) die Angriffe anderer Fahrer vereitelt wurden. Trotz fleißigem Vereiteln gelang es der abgehängten Gruppe in der vorletzten Runde dann doch wieder, auf die Ausreißer aufzuschließen, womit der Tisch für ein „großes“ Finale gedeckt war.

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13 Mann waren es, die sich im Zielsprint versuchten. Nach der letzten Linkskurve, welche  auf die Zielgerade führte, ging es los. Vorne duellierten sich fünf Mann um den Sieg, dahinter riss ein kleines Loch. Zweiter von denen, die hinter dem kleinen Loch fuhren, wurde Julian (7.Platz). Dritter von denen, die vor dem Loch fuhren, wurde Robert! Ein super Ergebnis – und nach Nils‘ Podiumsplatz vor Wochenfrist in Marlow, war dies bereits das nächste Treppchen für die Équipe. STARK! (jr)

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